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Hygienische Schweißfittings (ASME BPE) - 316L orbitalfertig

Beseitigen Sie Dichtungseindringen und minimieren Sie Kontaminationsrisiken mit unseren dauerhaften Sanitär-Schweißfittings. Entwickelt für kritische Bio-Pharm- und F&B-Kreisläufe, in denen “null Totraum” nicht verhandelbar ist, verfügen diese Fittings über verlängerte Tangenten, optimiert für Orbital-GTAW -Köpfe. Wir kontrollieren streng die Materialchemie – insbesondere den Schwefelgehalt – um konsistenten Schweißnahtdurchdringung und -geometrie ohne Zusatzdraht (autogenes Schweißen) zu gewährleisten. Ob für WFI (Wasser für Injektion)-Kreisläufe oder hochreine Produktübertragung, unsere Fittings stellen sicher, dass der interne Strömungspfad nach dem Schweißen einen Ra ≤ 0,38µm beibehält und validierte CIP/SIP -Protokolle unterstützt.

Hygiene & Materialwissenschaft

Die Kritikalität der “Schwefelkontrolle”: Beim automatischen Orbital-Schweißen (Wolfram-Inertgas-Schweißen) wird die Oberflächenspannung der Schmelzschweißnaht durch den Schwefelgehalt des Stahls bestimmt.

  • Das Risiko: Wenn der Schwefelgehalt zu niedrig ist (<0.005%), bildet die Schmelzschweißnaht eine breite, flache Raupe, die möglicherweise nicht vollständig eindringt. Bei Fehlanpassung (z.B. beim Schweißen von hochschwefelhaltigen Rohren mit niedrigschwefelhaltigen Fittings) kann der Lichtbogen abgelenkt werden, was zu einer “krummen” Schweißraupe und mangelnder Verschmelzung führt.

  • Unsere Kontrolle: Wir beschränken den Schwefelgehalt streng auf den 0,005% bis 0,017% Bereich (gemäß ASME BPE Tabelle DT-3). Dies gewährleistet, dass die “Marangoni-Konvektion” den Fluss nach innen zwingt, wodurch eine tiefe, schmale und konsistente Schweißnaht entsteht, die eine minimale Nachbehandlung durch Passivierung erfordert.

Was sind Hygienische Schweißfittings?

Hygienische Schweißfittings (speziell Stumpfschweißung) sind permanente, hochreine Verbindungskomponenten, die in pharmazeutischen und lebensmittelverarbeitenden Rohrleitungsschleifen verwendet werden. Hergestellt aus 316L Edelstahl, verfügen diese Fittings über verlängerte Tangenten und streng kontrollierten Schwefelgehalt (0,005–0,017%), um automatische Orbitalschweißung. zu ermöglichen. Im Gegensatz zu industriellen Muffenschweißungen, die Spalten hinterlassen, richten sich hygienische Stumpfschweißungen perfekt mit dem Außen- und Innendurchmesser des Rohrs aus, wodurch eine glatte, nahtlose Innenfläche (Ra ≤ 20µin) entsteht, die Bakterienansammlungen verhindert und validierte Reinigung an Ort und Stelle (CIP) erleichtert. -Protokolle unterstützt.

Hygiene-Schweißfittings

Der Unterschied "Orbital Ready"

Was eine Standard-Schweißverbindung von einer hygienischen unterscheidet, ist ihre Kompatibilität mit Orbital-GTAW (Gas-Tungsten-Lichtbogenschweißen):

  • Verlängerte Tangenten: Hygienische Schweißverbindungen (gemäß ASME BPE) haben gerade Verlängerungen an den Enden. Dies ermöglicht es dem Orbital-Schweißkopf, die Fittinge zu klemmen, ohne die Schweißzone zu behindern.

  • Kontrollierte Chemie: Der Schwefelgehalt des Stahls wird streng kontrolliert. Dies stellt sicher, dass die Schweißnaht tief und gleichmäßig eindringt (der “Marangoni-Effekt”), ohne Schweißzusatzdraht zu benötigen (autogenes Schweißen).

  • Keine Spalten: Industrielle “Muffenschweißung”-Fittinge erlauben es dem Rohr, hineinzugleiten, wodurch ein Spalt entsteht, der nicht gereinigt werden kann. Hygienisch Stumpfschweißungen Flanschflächen werden direkt miteinander verbunden, um eine monolithische Rohrleitung ohne Totraum zu schaffen.

Wann sollte man Schweißfittings gegenüber Tri-Clamp verwenden?

Ingenieure spezifizieren Schweißfittings für:

  1. Dauerhafte Leitungen: Hauptverteilungsschleifen (WFI, CIP-Versorgung), die keinen Demontagebedarf haben.

  2. Hoher Druck/Temperatur: Durch den Verzicht auf Dichtungen wird die schwächste Stelle im System beseitigt, was das Leckagerisiko während thermischer Zyklen reduziert.

  3. Kostenreduzierung: Obwohl die Installation teurer ist (erfordert qualifiziertes Schweißen), sind die Fittings selbst günstiger als Tri-Clamp-Äquivalente und benötigen keine Wartung (kein Dichtungswechsel).

Maßtabelle

Standardverlängerte Tangenten für Orbitalköpfe (ASME BPE DT-4.1)

Nennweite (Außendurchmesser) Bogen (90°) Mitte-zu-Ende T-Stück Flansch-zu-Mitte Reduzierstück (konisch) Länge Tangentenlänge (gerade)
0,50″ 3,00″ (76,2 mm) 1,88″ (47,6 mm) 3,25″ (82,6 mm) ≥ 1,50″
0,75″ 3,00″ (76,2 mm) 2,00″ (50,8 mm) 3,25″ (82,6 mm) ≥ 1,50″
1.00″ 3,00″ (76,2 mm) 2,13″ (54,0 mm) 3,75″ (95,3 mm) ≥ 1,50″
1,50″ 3,75″ (95,3 mm) 2,38″ (60,3 mm) 4,25″ (108,0 mm) ≥ 1,50″
2,00″ 4,75″ (120,7 mm) 2,88″ (73,0 mm) 5,25″ (133,4 mm) ≥ 1,75″

Montage- und Wartungsanleitung

Vorbereitung vor dem Schweißen:

  • Flanschfläche: Rohrenden müssen mit einem speziellen Facing-Werkzeug rechtwinklig abgeschnitten werden, um einen maximalen Spalt von 0,005″ zu gewährleisten. Sägegeschnittene Enden sind für autogenes Schweißen nicht akzeptabel.

  • Spülen: Sauerstoff im Rohr muss vor dem Zünden des Lichtbogens (typischerweise mit Argon) auf < 10 ppm gespült werden, um “Zuckern” (Oxidation) auf der Innenseite zu verhindern.

Validierung nach dem Schweißen:

  • Passivierung: Obwohl 316L korrosionsbeständig ist, ist die wärmebeeinflusste Zone (HAZ) anfällig. Systeme müssen mit Zitronen- oder Salpetersäuregemischen durchgespült werden, um die passive Oxidschicht wiederherzustellen.

  • Farbprüfung: Jegliche Wärmetönung (Verfärbung) in der HAZ deutet auf eine Verdickung des Oxids hin, was die Korrosionsbeständigkeit verringert und entfernt werden muss (elektrolytisch oder mechanisch).

FAQ

Nein. Muffenschweißungen verwenden eine Kehlnaht an der Außenseite, wodurch ein Spalt zwischen dem Außendurchmesser des Rohrs und dem Innendurchmesser der Muffe des Fittings entsteht. Dieser Spalt fängt Flüssigkeit und Bakterien ein, was eine Reinigung per CIP (Reinigung an Ort und Stelle) unmöglich macht. Hygienische Systeme erfordern typischerweise Stumpfschweißungen mit vollständigem Durchschweißen, um eine glatte, durchgehende Oberfläche zu gewährleisten.

Die Tangentenlänge bezieht sich auf den geraden Abschnitt des Rohrs, der sich vom gekrümmten Teil eines Bogens oder T-Stücks erstreckt. In hygienischen Anwendungen muss dieser gerade Abschnitt lang genug sein (typischerweise 1,5″ oder mehr), um die Orbital-Schweißkopf -Klemme (Spannzange) aufzunehmen. Kurze Tangenten verhindern, dass die Maschine das Fitting greifen kann, was manuelles Schweißen erfordert, das weniger konsistent ist.

SF1 ist eine mechanisch polierte Oberfläche mit einer maximalen Rauheit (Ra) von 20 µin (0,51 µm). SF4 ist eine elektropolierte (EP) Oberfläche mit einer maximalen Rauheit (Ra) von 15 µin (0,38 µm). SF4 wird für WFI (Wasser für Injektionen) und aggressive Biotech-Medien bevorzugt, da der EP-Prozess mikroskopische Spitzen und Eisenverunreinigungen entfernt und die Korrosionsbeständigkeit verbessert.

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